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 Lagardère (A Púpos)

 Musical nach den Werken von Paul Féval 

ungarische Originalfassung und Rechte: Csaba Vizeli und Lehel Másik. 

Deutsche Werkübersetzung und Rechte: Brigitte Welcker

 

Inhalt:

Mitreißende Musik, tolle Tanz- und Fechtszenen, auch mit Pferden/Kutschen etc. inszenierbar!

1.Akt:
1717 in Frankreich. In der Kirche von St. Magloire in Paris betet Chevalier Henri de Lagardère am Grab des Herzogs von Nevers.

18 Jahre zuvor hatte in einer der bekanntesten Fechtschulen von Paris der Schüler der Fechtmeister Cocardasse und Passepoil eine Blessur durch die berühmte Nevers-Finte seitens ihres Erfinders, des Herzogs Philippe de Nevers hinnehmen müssen.

Überall in der Stadt wird über die geheime Hochzeit des Herzogs mit dem edlen Fräulein von Caylus geflüstert.

Der zutiefst verletzte Lagardère ruft den Herzog zum Duell, sie einigen sich darauf, dieses im Burggraben von Caylus auszufechten.

Der Herzog macht sich gedankenvoll auf den Weg, da er beunruhigende Nachrichten über seine Liebste und die gemeinsame Tochter erhalten hat. Er muss sein Kind aus dem Schloss wegbringen.

Aber Auftragsmörder, gedungen von Peyrolles, der im Dienste des Cousins von Nevers, des Herzogs Philippe de Gonzague steht, der sich die Güter von Nevers aneignen will, stellen Nevers eine Falle. Bei den Mördern befinden sich auch die zwei Fechtmeister, die in der Kneipe zum Adamsapfel mit Lagardère zusammentreffen.

Der Chevalier erfährt von dem geplanten Anschlag und nun ist die Rettung des Herzogs sein Ziel. Er belauscht ein Gespräch zwischen Gonzague und Peyrolles und übernimmt in der Rolle des Herzogs von Nevers das Kind von der gramgebeugten Mutter.

Der dazukommende Nevers erklärt Henri seine Freundschaft und schlägt ihn zum Ritter.

In der Attacke wird Nevers hinterrücks von Gonzague kaltblütig ermordet. Lagardère schwört Rache und verspricht dem sterbenden Nevers, seine Tochter aufzuziehen.

Der Herzog wird in Paris beigesetzt. Auf der Bestattungsfeier erklärt der Regent, ebenfalls ein Verwandter des Verstorbenen, Lagardère zum Mörder und verbannt ihn. Gonzague verspricht der verzweifelten Witwe, dass er ihre Tochter finden wird und unter dem Vorwand, er habe es dem sterbenden Nevers versprochen, nimmt er sie zur Frau, um sie „beschützen“ zu können.

16 Jahre lang sucht alle Welt Lagardère, aber weder die Fechtmeister, noch Gonzague haben dabei Erfolg.

Einige Jahre sind vergangen, Lagardère lebt in Spanien und zieht die kleine Aurore wie sein eigenes Kind auf.

Nach dem Anschlag in Caylus waren sie nach Madrid geflohen, wo der Chevalier Aurore in einer Klosterschule untergebracht hatte, damit er sich auf die Suche und Bestrafung der Meuchelmörder machen konnte.

Es vergehen einige Jahre, bevor er zurückkehrt. Und der inzwischen herangewachsenen Aurore eröffnet, dass er  nicht ihr leiblicher Vater ist.

Gemeinsam kehren sie nach Frankreich zurück.

In den gewagten Plan des Herzogs von Gonzague hat sich ein Fehler eingeschlichen. Lagardère sucht und bestraft die Teilnehmer an dem Meuchelmord, egal, wo sie sich auch in ganz Europa verstreut haben mögen.

Unter dem Einfluss der beunruhigenden Nachrichten ruft der Herzog die beiden überlebenden Zeugen, die Fechtmeister Cocardasse und Passepoil zu sich, ohne zu ahnen, dass diese, die unter dem Einfluss ihres ehemaligen Schülers nicht an dem Meuchelmord beteiligt gewesen sind, auf der Seite des Chevalier stehen.

Gonzague weiß, dass er die Tochter von Nevers finden muss, um an das Erbe von Nevers heranzukommen. Deshalb denkt er sich eine Finte aus. Er besticht die in einem Pariser Bordell tanzende Zigeunerin Flor, sich als Aurore de Nevers auszugeben.

Der erste Weg von Lagardère in Paris führt ihn in die Kirche St. Magloire, zum Grab von Nevers. Er hat sein Versprechen erfüllt, Aurore großgezogen, und schwört erneut, den Meuchelmörder zu bestrafen. Er verlässt den Friedhof in der Maske des Buckligen.

 

2.Akt:
Der Palast des Herzogs von Gonzague wird zu einem Auktionshaus umgebaut. Beim Lizitieren werden alle freien Plätze vergeben, den letzten, die Hundehütte, sichert sich eine geheimnisvolle Gestalt, die mit ihrem Buckel gleich zum Liebling des Herzogs und der Händler wird.

Gonzague sieht seine Pläne in Gefahr, da er erfahren hat, dass Lagardère zurück ist und sich in Paris aufhält. Er hofft darauf, dass der einberufene Familienrat eine Lösung herbeiführen wird.

Die Witwe von Nevers, jetzt Ehefrau von Gonzague, begibt sich auf Rat des Buckligen ebenfalls zum Familienrat, hinter dem Bild von Nevers versteckt steht ihr der Bucklige zur Seite. Die Herzogin erkennt das Zigeunermädchen nicht als ihre Tochter an. Sie verspricht, dass sie auf dem am Abend stattfindenden Ball des Regenten allen ihre Tochter vorstellen wird.

Gonzague und Peyrolles verfluchen das Scheitern ihrer Pläne.

Der Bucklige erhält als „Gesandter“ von Lagardère eine Audienz beim Regenten.

Auf dem Ball passen Cocardasse und Passepoil auf Aurore auf, es gelingt Peyrolles dennoch, das Mädchen zu entführen. 

Lagardère erscheint zur Audienz beim Regenten. Er trifft auf Gonzague, den er als Mörder von Nevers enthüllt, dieser kann sich jedoch aus der Affäre ziehen, und Lagardère wird erneut in Verbannung geschickt. Der Chevalier erbittet sich 24 Stunden, um Aurore doch noch vorstellen und den Mörder von Nevers überführen zu können.

Doch bei seinem Weggang wird er von den Gefolgsleuten von Gonzague niedergestochen.

Der verletzte Chevalier schleppt sich in der Maske des Buckligen zu seiner Wohnung, um festzustellen, dass auch das Geburtsregister von Aurore gestohlen wurde.

Am folgenden Tag hält der Herzog in seinen Privaträumen ein Gelage ab, der Bucklige überredet ihn, ihm in einer munteren Hochzeitszeremonie die wahre Aurore de Nevers anzutrauen.

Der Herzog willigt ein, aber sein Cousin, der Marquis de Chaverney, der sich inzwischen mit Flor zusammengetan hat, erfährt von dem Plan. 

Beim Abendessen erbittet der Bucklige ein paar Minuten Zeit, um allein mit seiner Braut zu sein und um sie zu werben, die Gäste können durch eine offene Tür daran teilhaben.

Er eröffnet Aurore, dass er in Wirklichkeit der Chevalier ist. Zum größten Erstaunen der Gesellschaft küsst die „unter Zauberbann stehende“ Braut den Buckligen.

Während der Trauungszeremonie schreibt der Bucklige seinen Namen selbst ins Register. Als die Neugierigen ihn wissen wollen, zeigt er die Unterschrift: Henri de Lagardère.

Der Chevalier reißt sich die Maske ab und stellt sich den Anwesenden.

Da erscheinen der Regent und die Witwe von Nevers mit der Garde. Sie ergreifen den Chevalier und werfen ihn ins Gefängnis. Der Regent verhört Gonzague, da er noch immer den Verdacht hat, dass der Herzog in den Meuchelmord verwickelt ist.

Er überlässt die Entscheidung aber einem Gottesgericht.

Die Herzogin versucht, ihre Tochter zur Vernunft zu bringen, doch für diese gibt es nur den Chevalier. Die Herzogin versteht endlich, dass Aurore verliebt ist, ebenso wie der Chevalier, der sich in seiner Zelle nach Aurore sehnt. 

Die beiden Fechtmeister werfen sich im Fechtsaal vor, dass sie wieder einmal außerstande waren, dem Chevalier zu helfen, der jetzt ihretwegen sterben muss. 

Chaverney und Flor erscheinen plötzlich und unterbreiten den beiden einen Plan, wie Lagardère zu helfen ist.

Gonzague hält die ihm die Gefolgschaft aufkündigen wollenden Männer in Schach, sticht Peyrolles nieder und zwingt die anderen, ihm bei einem zu erwartenden Kampf beizustehen. Aber dies ist der letzte Akt des verwerflichen Spieles.

Vor seiner Hinrichtung bittet Lagardère um ein letztes Wort und endlich gelingt es ihm, Gonzague zu entlarven.

Gonzague und seine Gefolgsleute attackieren den wehrlosen Chevalier, der aber Peyrolles und Gonzague überwinden kann, die inzwischen dazugekommenen Fechtmeister und Chaverney besiegen die anderen.

Der Chevalier hat seinen Schwur erfüllt und kann endlich Aurore seine Liebe gestehen. 

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Uraufführung: 13.07.2012 in  Komárom (Ungarn)

Weitere Aufführungen: Budapest u.a. in den Folgejahren

Personen:

  

Henri de Lagardère - Buckliger,                                                                                                 

Philippe de Gonzague - Herzog von Mantua,                                

Philippe de Orléans - Regent,                                                 

Aurore de Nevers - Tochter von Nevers,                             

Blanche de Caylus - Witwe von Nevers - Frau von Gonzague,            

Cocardasse -Fechtmeister,                                                   

Passepoil - Fechtmeister,                                                        

Marquis de Chaverney - Cousin von Gonzague,                               

Flor Doña Cruz - Tänzerin,                                                   

Peyrolles - Vertrauter von Gonzague,                                              

Philippe de Nevers - Herzog von Lorraine,                                                                             

Montaubert - Adliger - Getreuer von Gonzague,                                                                   

El Matador - Attentäter auch Gironne - Adliger - Getreuer von Gonzague,

Bandit I. auch Lakai I.,                                                                                                                          

Joel de Jugan - Attentäter auch Navailles - Adliger - Getreuer von Gonzague,

Lakai II.,

Lamoignon - Oberrichter,                                                                               

Saldagna - Attentäter auch Gendry - Gardekapitän auch Händler,                                  

Pinto - Attentäter auch Bandit auch Händler I.,                                                                   

Faënza - Attentäter auch Bandit auch Händler II.,                                                  

Staupitz - Attentäter,                                                                                        

Martha -Zofe von Blanche de Caylus,                                                                    

Yvette - Dirne                                                                                                     

                                                                    

 

 

RECHTE:

Rechte Text: Csaba Vizeli - über B. Welcker

Rechte Musik: Lehel Másik - über B. Welcker

Rechte deutsche (und französische) Werkübersetzung: Brigitte Welcker

AT-2522 Oberwaltersdorf, Trumauer Str. 20/6, 0043 (0) 676 9226 028, welcker.brigi@gmail.com